...ist ja - vor allem in den letzten Jahren - nun nicht gerade bekannt für technische Finessen. Eigentlich hört man hierzulande sowieso nur was aus Schottland wenn mal wieder ein Old Firm ansteht/anstand. In den letzten Tagen gab es aufgrund der Insolvenz der Rangers mehrere Berichte zu lesen, von anderen Mannschaften außer den beiden großen Teams aus Glasgow wird jedoch kaum berichtet. Nun, das hat um ehrlich zu sein auch seinen Grund, da der Fußball, der in der Scottish Premier League gespielt wird, in vielen Fällen ziemlich grausam ist und deshalb die meisten neutralen Beobachter oft eher abschrecken dürfte. Das jedoch (und damit zurück zu anfangs erwähnten technischen Finessen) auch in Schottland Ausnahmen die Regel bestätigen zeigt folgendes Video, in dem Gary Mackay-Steven in Diensten von Dundee United einen Trick zeigt, bei dem sich wohl die meisten Innenverteidiger der Welt beide Beine brechen würden. Bei ihm hingegen funktioniert das Ganze ziemlich gut, was ihn immerhin bis auf die Homepage der italienischen Tageszeitung La Repubblica gebracht hat. Und auf meinen Blog! Viel Spaß beim Nachmachen und schönes Faschingswochenende!
Freitag, 17. Februar 2012
Dienstag, 7. Februar 2012
Katze erobert Anfield - und Twitter!
Nach dem Fan, der sich letzte Woche bei Everton vs. ManCity am Pfosten festgekettet hat, gab es beim gestrigen Topspiel der Premier League nur 0,94 Kilometer weiter an der Anfield Road die nächste außergewöhnliche Spielunterbrechung. Während der Partie Liverpool vs. Tottenham (übrigens ein 0-0 der sehr ansehnlichen Sorte) verschaffte sich nämlich tatsächlich eine Katze Zutritt zum Spielfeld.
Wie das passieren kann, dass eine Katze unbemerkt auf den Platz kommen kann, scheint derzeit noch nicht geklärt zu sein. Die besondere Beziehung der englischen Fans zu solchen Kuriositäten zeigt sich mal wieder in der Tatsache, dass das Tier nur einen Tag später nicht nur einen eigenen Twitteraccount unter dem Namen AnfieldCat besitzt, sondern insbesondere darin dass der Katze bereits mehr als 25.000 Leute folgen. Die (noch überschaubaren) Tweets berichten dabei von den "Erlebnissen" des Tiers seit dem Auftritt gestern Abend, so zum Beispiel "just had villas boas on the phone asking me to teach fernando torres how to get in the box" oder "fernando torres reportedly jealous I got a bigger cheer than he has all season". Mal sehen ob es am kommenden Wochenende so weitergeht in der Premier League, dem - wie "ran" sicherlich sagen würde - Tollhaus unter den Ligen!
Samstag, 4. Februar 2012
Rüttenauer vs. Niersbach - Wer wird DFB-Präsident?
"Am 2. März findet die Stabübergabe an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von Präsident Theo Zwanziger an seinen designierten Nachfolger Wolfgang Niersbach statt." Diese Meldung war vor einigen Tagen in einem Artikel des SID zur Nachfolge von Theo Zwanziger zu lesen und spiegelt wohl das Medienecho in dieser Hinsicht ganz gut wieder - Niersbach machts, fertig aus! Über andere Dinge, die bei einer solchen Entscheidung eigentlich gang und gäbe sind, wie zum Beispiel Wahlen oder etwaige Gegenkandidaten, wurde allerdings kaum berichtet - was vor allem daran liegt, dass ein kleiner Kreis von Funktionären über die Nachfolge bestimmt und Gegenkandidaten bisher nicht existierten. Der taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer will an beiden Umständen etwas ändern und kandidiert deshalb neben Niersbach für den höchsten Posten im größten Fußballverband der Welt. Im Zentrum von Rüttenauers Kadidatur steht dabei sein Manifest 2020, in dem der Journalist für mehr Ehrlichkeit und Demokratie im Fußball plädiert sowie sich gegen die "ungebremste Kommerzialisierung" ausspricht.
Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für seine Kampagne zu gewinnen, greift Rüttenauer zu eher unkonventionellen Methoden, wie etwa einem Interview mit sich selbst (eher semi-lustig meiner Meinung nach) oder der "Besetzung" der DFB-Zentrale in Frankfurt Ende Januar. Überraschenderweise stieß Rüttenauer dabei auf offene Ohren seitens einiger DFB-Größen wie etwa Gerhard Mayer-Vorfelder, Steffi Jones und sogar Theo Zwanziger. Nur Wolfgang Niersbach selbst ging einer Begegnung mit seinem Herausforderer aus dem Weg. Bei der Bewerbung von Rüttenauer gibt es jedoch ein entscheidendes Problem: Einer der 21 DFB-Landesverbände muss ihn als Kandidaten vorschlagen. Bei seinen bisherigen Anfragen ist Rüttenauer bisher jedoch ausnahmslos auf Ablehnung gestoßen, was unter anderem auch mit der Verteilung von Fördergeldern in den kommenden Jahren unter (wahrscheinlicher) Führung Niersbachs stehen könnte. Auch wenn es letztendlich mit der Wahl höchstwahrscheinlich nicht klappen wird, hoffe ich dass Rüttenauer noch mehr Leute für sein Vorhaben begeistern kann und die Herren beim DFB noch etwas ins Schwitzen bringen kann. Alles weitere zu dem Projekt sowie die Möglichkeit Rüttenauer per Unterzeichnung seiner Forderung zu unterstützen findet man auf FUSSBALL FÜR ALLE - DAS MANIFEST 2020.
Mittwoch, 1. Februar 2012
We shall not be moved!
Ein echte Kuriosität hat sich gestern abend in der Premier League bei der Partie Everton vs. Manchester City abgespielt. Eigentlich hatte ich schon nur noch mit einem Auge hingeschaut und mich schon geärgert weil die Ideenlosigkeit im Angriff von City mir meinen Tipp versaut hat, als der Kommentator in dem holländischen Stream gegen Ende der ersten Halbzeit irgendwas von Handschellen zu erzählen begann. Und siehe da, ein Supporter von Everton war tatsächlich auf die grandiose Idee gekommen, sich an einen Pfosten des von Joe Hart bewachten Tores zu ketten und sich des Schlüssels zu entledigen. Anschließend musste das Spiel für 5 Minuten unterbrochen werden, bis der Mann schließlich "befreit" werden konnte. Der englische Kommentator vermutet sofort einen politischen Protest, die Auflösung findet sich mal wieder in der britischen Boulevardpresse: "The invader was apparently protesting as part of 'Ryanairdontcare' campaign, against the budget airline's recruitment policy" (The Sun). Der Fan wird wohl in den nächsten Jahren kein englisches Stadion von innen zu sehen bekommen, ob es DAS wert war?!
Freitag, 27. Januar 2012
Paolo di Canio "macht was er will"!
Dass italienische Fußballtrainer Spezialisten für etwas abstruse Interviews/Pressekonferenzen sind, ist ja dank Giovanni Trappatoni und Roberto Mancini nun wirklich kein Geheimnis mehr. Eine weitere Perle in dieser Kategorie fand sich kürzlich in der Football League 2, der englischen vierten Spielklasse. In diese Liga hat es inzwischen Paolo di Canio verschlagen, bei dessen Namen die Meisten wahrscheinlich zuerst an seine unrühmlichen Jubelposen mit "Dux"-Tattoo und in den Himmel gestrecktem Arm denken. Abgesehen von seiner verqueren politischen Einstellung, aus der di Canio in diversen Interviews auch keinen Hehl macht, war er auch ein ziemlich guter Kicker, u.a. in Diensten von West Ham (seine erfolgreichste Zeit) und Lazio. Neben zahlreichen Videos mit Titeln wie "Di Canio fight..." gibt es bei YouTube auch ein Video zu sehen, in dem di Canio im Trikot von West Ham den Ball mit der Hand aufnimmt anstatt auf das leere Tor zu schießen, da der Torwart des Gegners verletzt am Boden liegt. Diese Aktion brachte ihm sogar den FIFA Fair Play Award ein...alles in allem werde zumindest ich nicht so ganz schlau aus diesem Mann.
Seit Beginn dieser Saison ist die Canio nun als Trainer von Swindon Town tätig, und auch in dieser Position scheint er sein "aufbrausendes" Temperament nicht wirklich abgelegt zu haben, wie folgendes Video eindrucksvoll beweist:
Seit Beginn dieser Saison ist die Canio nun als Trainer von Swindon Town tätig, und auch in dieser Position scheint er sein "aufbrausendes" Temperament nicht wirklich abgelegt zu haben, wie folgendes Video eindrucksvoll beweist:
Es bleibt zu hoffen, dass die Herren Klopp und Tuchel nicht auch bald ihre Aktionen an der Seitenlinie mit ihrer Körpersprache verteidigen und abzuwarten, ob Di Canio seinen Ankündigungen ("I will win this league anyway") Taten folgen lässt, da Swindon Town im Moment "nur" auf dem vierten Platz steht, jedoch nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Southend United. So oder so, eines wird sich wohl nicht ändern: He does what he wants!
Sonntag, 21. August 2011
Fußball-Shopping
Wer in der langen langen Sommerpause etwas Geld gespart hat, für denjenigen hab ich im Internet zwei hervorragende Anlagemöglichkeiten gefunden:
Artikel 1: 10-11 Deutschland Home Authentik Trikot
Bei dem Lesen der Artikelbeschreibung auf subsidesports.de wird sofort deutlich: Mit diesem Trikot wird man einfach mal DIREKT zum Fußballstar. TECHFIT, PowerWEB, TPU Kraftbänder - All diese unabdingbaren Gimmicks führen zu einer Verbesserung der "Muskelenergie um maximale Kraft, Beschleunigungsvermögen und Langzeit Ausdauer zu erzeugen" (angeblich). Ob bei all dieser Muskelmasse dann die mitgelieferte Kapitänsbinde noch um den Arm passt darf allerdings in Frage gestellt werden. Verwunderlich ist außerdem dass ein solch leistungsförderndes Shirt nicht auf der Dopingliste steht. Besonders gut funktioniert das Trikot augenscheinlich bei den Herren Podolski und Klose, aber vielleicht auch bei dem ein oder anderen Hobbykicker (Achtung: Eng geschnitten!).
Artikel 2: Fußball Universal Fernbedienung
Gleichzeitig Fußball spielen und Fernsehen schauen?! Tatsache, diese geniale Fernbedienung machts möglich! Da sie aus "herrlich knautschigem Material" gefertigt ist, kann man damit sowohl rumzappen als auch durchs Wohnzimmer bolzen. Obacht aber, wenn man dabei das Power-Trikot anhat dann kann es bei den zerschossenen Fensterscheiben schnell Ärger mit Muttern geben! ;)
Sonntag, 31. Juli 2011
TV-Tipp: Sportclub History
Der NDR zeigt heute abend um 23:15 einen 30-minütigen Rückblick auf den ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga am 24. August 1963. Die Reportage dreht sich wohl hauptsächlich um die norddeutschen Vereine, dürfte aber vor allem aufgrund solch schillernder Zeitzeugen wie Charly Dörfel und Uwe Seeler für jedermann sehenswert sein. Eine ähnliche Sendung über die Anfänge der Bundesliga aus der Sicht des Westens der Republik gab es ja unter dem Titel "Für 'n Appel und 'n Ei - Als Arbeiterjungs Profifußballer wurden" schonmal, wenn die Sendung des NDR jedoch auch nur halb so unterhaltsam ist dann lohnt sich das Einschalten. Den Trailer auf der Homepage des NDR würde ich mir nicht in voller Länge anschauen wenn ich die Sendung heute abend auch sehen will, da er gut 4 Minuten lang ist und die Sendung selbst ja nur eine halbe Stunde dauert. Der beste Spruch kommt dabei eh von Charly Dörfel (von wem sonst?!) gleich zu Beginn: "Wir waren zehn Hamburger und ein Ausländer - das war Jürgen Kurbjuhn aus Buxtehude." Etwas Nostalgie am Sonntag abend in Zeiten, in denen RB Leipzig gegen VFL Wolfsburg spielt, was will man mehr?!
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